Interview: Gerald Huter von Gerryland AG

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35 Jahre ist es her, dass Gerald Huter mit
„Gerryland“ einen Neuanfang in seinem
Leben beging und aus verlorenen Jahren
seine Erfolgslektion zog. Aus dem einstigen
Radioprojekt entwickelte sich eine
Allround-Werbeagentur, der Mitarbeiter und
Kunden gleichermaßen die Treue halten – weil
die Qualität stimmt.

Gerryland AG

GEREIFT WIE EIN
GUTER WEIN

Gerald Huter
im
Interview

» MAN WIRD
JA NOCH MAL
VERSAGEN
DÜRFEN! «

01// Was verstehen Sie unter Erfolg, Herr Huter?
Die höchste Erfüllung bietet Erfolg darin, dass
man das, was man unternimmt, auch gerne
macht. Dabei ist es egal, ob man neue Pfade einschlägt oder eingetrampelte bewandert: Wichtig
ist, dass man zum Ziel gelangt! Es darf nicht um
das reine Überleben gehen: Viel eher sollte durch
das, was einen erfüllt, auch das eigene Überleben
gesichert werden können.

02// Wie hängt diese Einstellung mit Ihrer Biografie zusammen?
Über zehn Jahre habe ich einen Beamtenberuf
ausgeübt, der mir nicht sonderlich viel Spaß gemacht hat. Das habe ich bereits am ersten Tag erkannt. Ich wurde aber in dem Glauben erzogen,
dass ein sicherer Arbeitsplatz das höchste Gut ist.
Diese scheinbare Privilegierung einfach „wegzuwerfen“, erforderte vor allem viel mentale Kraft.
Glücklicherweise spielte anschließend die „Großwetterlage“ mit, sodass schlussendlich Gerryland
entstehen konnte. Auf dem gesamten Weg dorthin hat mich stets die Gewissheit angetrieben, nie
mehr zu meinem alten Beruf zurückkehren zu
müssen.
03// Betrachten Sie Ihren alten Beruf mehr als
Fehlentscheidung oder als Lebenserfahrung?
Auf der einen Seite war mein größter Fehler, dass
ich diese Entscheidung nicht schon früher korrigiert habe. Mitunter waren das verlorene Jahre.
Auf der anderen Seite hat man sie wahrscheinlich auch gebraucht, um zu reifen. Ich habe schlicht
diese Zeit gebraucht, um erwachsen zu werden
– damals hätte ich das natürlich nicht so von mir
behauptet. Ich war schon lange ein dummer
Junge! Doch als der Hebel erst einmal umgelegt
war, habe ich schnell viel gelernt. Eben auch, dass
nicht immer nur die anderen schuld daran sind,
wenn Fehler passieren. Selbstreflexion und damit
einhergehendes Selbstbewusstsein sind eine persönliche Angelegenheit, die jeder für sich erfahren muss.
04// Offensichtlich spiegelte Ihre frühere Vergangenheit auch eine typisch deutsche Mentalität wider, auf Sicherheit bedacht zu sein …
Leider ist es hierzulande immer noch ein schreckliches Manko, Versagen einzugestehen. Wenn
etwas schiefläuft, dann wird der Verursacher regelrecht als „Loser“ abgestempelt. In den angelsächsischen Ländern ist das anders: Dort kann
es schon einmal passieren, dass heute eine Idee
nicht aufgeht, aber man es morgen erneut versuchen kann. Man wird ja noch einmal versagen
dürfen! Glücklicherweise hat mein nunmehr 35
Jahre währendes Unternehmerleben weitgehend
gut geklappt. Dennoch gab es Situationen, in denen ich mich arg verzettelt habe. Niemand ist als
Unternehmer auf die Welt gekommen!
05// Carsten Beyreuther und Sie verbindet eine
innige Freundschaft – Sie waren auch sein Trauzeuge. Wie fanden Sie beide zueinander?
Ich lebte in Würzburg, nur 100 Kilometer von der
Grenze entfernt. Und plötzlich war sie offen! Ich
bin dort viel herumgereist, aus Neugierde
und um meinen Horizont zu erweitern. In
Berlin habe ich dann
Carsten Beyreuther
kennengelernt. Wir haben uns sofort verstanden, weil wir vom Charakter her sehr ähnlich
waren. Für mich war
er der westlichste Ossi,
den ich je kennengelernt habe. Ein unfassbarer
Kaufmann, wir brauchen mehr Typen eines solchen Kalibers! Ich habe ihn von Anfang an sehr
geschätzt und gewissermaßen väterlich betreut,
auch wenn er leider nicht immer auf mich gehört
hat – bis heute ist er ein ungezügelter Orkan! Und
bis heute können wir uns aufeinander verlassen.
06// Wie ist schließlich Gerryland entstanden?
Ich hatte schon nebenbei mein eigenes Tonstudio, wollte eigene Musik machen. Rockstar
wollte ich ursprünglich werden, geworden ist es
ein privater Radiosender. So kam auch der Name
„Gerryland“ zustande: Wenn Stevie Wonder sein
Studio „Wonderland“ nennen konnte, dann konnte ich das Gleiche auch für meines! Der Name ist
mir im Nachhinein ein wenig unangenehm, hatte
aber stets eine Alleinstellung. Dann ergab sich die
Möglichkeit, Funkspots zu produzieren. Die Nachfrage war immens, pro Woche haben wir an die
10 Spots zusammengestellt! Unsere Truppe und
unsere Finanzen haben sich dadurch zusehends
vergrößert. Irgendwann wollten wir Werbung
nicht nur auf dem Tonband, sondern auch auf
Papier kreieren. Mittlerweile machen wir alles:
Foto, Video, Audio. Die Werbeideen sind ja schon
immer in unseren Köpfen gewesen, also mussten
wir uns nur die Hard- und Softwarekenntnisse aneignen.
07// Sie sind sowohl Aufsichtsratsvorsitzender
der Gerryland AG als auch verantwortlich für
das strategische Marketing. Wie zeichnet sich
Ihre Stärke für das Werben aus?

Wer 35 Jahre Werbung macht und nicht gänzlich auf den Kopf gefallen ist, der lernt alles. Am
Anfang habe ich verkauft. Dann habe ich getextet. Mitunter auch die Spots produziert und die
Rechnungen geschrieben. Mit der Zeit lernt man
auch, seine Kunden zu lesen. Wenn jemand von
mir Werbung „wie bei McDonald’s“ haben will,
dann weiß ich, dass er das manchmal in Wahrheit
nicht haben will, weil es zu seinem Profil gar nicht
passt. Neben dem „verrückten“ Werbetext bereite
ich ihm also auch einen ganz normalen vor: Plötzlich ist er genau davon begeistert. Das lernt man
nicht nach einem Jahr. Wenn Kunden dann noch
das Bedürfnis haben, mehr Umsätze zu erreichen
und ihrerseits neue Kunden zu gewinnen, dann
sind wir in der Lage, das möglich zu machen. Wie
man das nennt – strategisches Marketing, Abverkauf – ist dann völlig egal. Wir können unseren
Job!

» ICH WAR
SCHON LANGE
EIN DUMMER
JUNGE! «

Gerryland
AG

1985 – das Gründungsjahr der Würzburger
Gerryland AG. Ein guter Jahrgang, aber keine
einzige „Flasche“. So könnte man theoretisch
die Erfahrung der Werbemacher beschreiben.
Doch was zählt, ist die Praxis, und die haben
die Mitarbeiter der Werbeagentur reichlich:
Viele sind 15 bis 20 Jahre oder noch länger
bei Gerryland. Wenn zu Erfahrung noch fachliches Können kommt, ist es eine perfekte
Verbindung. Genau das können die Würzburger ihren Kunden bieten, ob in Sachen
klassische Werbung inklusive Radiowerbung,
Onlinewerbung, Foto- oder Videoproduktionen. Werbung und Kommunikation, die in
allererster Linie verkauft, und konsequenter
Kundenservice bilden den Kern der Agenturphilosophie. Und das bedeutet für Gerrylands
Kunden mehr eigene Kundschaft und zusätzliche Umsätze. Deshalb nutzen die Werbeexperten Kreativität nicht um ihrer selbst willen, sondern einzig zu dem Zweck, Produkten,
Dienstleistungen und Unternehmen als Ganzem die entscheidenden Wettbewerbsvorteile im Markt zu verschaffen. Denn verkaufen
betrachten sie als ihre Pflicht, kreativ sein als
ihre Kür. Eine Kür, bei der sie gerne brillieren. Die Erfahrung zeigt: Kreativität ist eine
wichtige Voraussetzung für erfolgreiche
Werbung – und die bekommt man bei
Gerryland. Ebenso wie eine außergewöhnliche Servicequalität.

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